Online Tools für Spot- und Tagespreise als Standard im Transport Management – und warum Sie besser sind als Frachtenbörsen

von Maike Hoffmann

Egal ob Spediteure, Supply Chain Manager, Versandleiter bei Logistikunternehmen oder in Industrie und Handel - die Meinungen zu Online Tools zum Verwalten von Spot- und Tagespreisen sind sehr vielfältig. Das liegt daran, dass alle diese Akteure bestimmte Arbeitsprozesse und IT-Systeme einsetzen und unterschiedliche Interessen verfolgen. Fakt ist, dass sich Web- bzw. Cloudanwendungen zunehmend als Standard für das Transport Management in Unternehmen etablieren. Auch Frachtenbörsen spielen bei der Vernetzung der Akteure eine Rolle. Allerdings gibt es sehr große Unterschiede bei den verschiedenen Prozessen.

Transport Angebote und Buchungssystem der Spediteure sehr zeitaufwendig

Allgemein bekannt ist der Prozess der Spot- und Tagespreisanfragen. In diesem platzieren Unternehmen Transportanfragen per Email oder Telefon bei ihren eigenen Spediteuren. Die Spediteure erstellen daraufhin unter Nutzung ihrer eigenen IT-Systeme Transport Angebote und schicken diese per Mail an die Versender. Diese vergleichen wiederum die Angebote ­–­ häufig mit Hilfe von Excel – und senden Frachtaufträge zurück an einen Spediteur. Für Spediteure ist diese Form der Transportabwicklung sehr komfortabel, da sie ihre eigenen IT-Systeme und die für sie optimalen Prozesse zur Angebotserstellung nutzen können. Für den Versender hingegen ist der beschriebene Prozess sehr aufwendig, da er die Transportangebote manuell einholt, vergleicht, und aufgrund dessen Transportaufträge erteilt. Auch Versender sind deshalb daran interessiert eigene Systeme zu nutzen, die ihnen helfen, ihre Transport Dienstleistungen effizient zu verwalten.

Online Frachtmanagement für den Güter- und Warentransport

Industrieunternehmen und Handelsgesellschaften, die sich mit dem Güter- und Warentransport befassen stellen sich zunehmend die Frage, ob es für sie eine bessere Form des Frachtmanagement gibt. Sie wünschen sich einen zentralen Ort, an dem sie alle ihre Transportanfragen, erhaltenen Transportangebote und erteilten Transportaufträge verwalten können. Wenn sie, wie auch die Spediteure, ein eigenes IT-System für das Frachtmanagement nutzen, können sie digital Frachtanfragen an ihre Spediteure schicken, welche anschließend ein standardisiertes Transportangebot abgeben, anstelle eines PDF-Angebots per Mail zu schicken. Da On-Premise Lösungen häufig sehr teuer sind, greifen Unternehmen verstärkt auf Online Frachtenmanagement zurück. Dort lässt sich die Kommunikation mit Transporteuren und Spediteuren ideal bündeln.

Transport Software wird mit Frachtenbörse verwechselt

itionen sowie Versender greifen häufig auch auf Frachtenbörsen zurück. Transporteure finden dort Transportaufträge und Versender günstige Transportunternehmen. Der Begriff Börse kommt daher, dass die Transporte auch per Aktion vergeben werden. Wie aus dem Begriff bereits hervorgeht stehen die Transportkosten anstelle der operativen Frachtabwicklung im Vordergrund. Viele Unternehmen möchten Transporte möglichst „billig“ durchzuführen. Nicht selten leidet darunter die Qualität von einfachen Standard-Transportdienstleistungen.

Transport Software hingegen digitalisiert manuelle Prozesse mit dem Fokus, Zeit zu sparen, Transportkosten Transparenz zu erhöhen und bessere Entscheidungen zu ermöglichen. Die Kommunikation zwischen Versendern und den eigenen Spediteuren wird zusätzlich strukturiert. Darüber hinaus ermöglicht die Transport Software sämtliche Daten zu Frachtanfragen, Frachtangebote und Frachtaufträge in einem System zu verwalten.

Tools zum Einholen von Frachtraten – “Get rates” – nicht für einzelne Transportaufträge geeignet

Bisher wurde das Management von Spot- und Tagespreisen, sprich die Verwaltung einzelner Transporte beschrieben. Beim Verwalten von Frachtraten hingegen, handelt es sich um Preise, welche für ein bestimmtes Transportvolumen und innerhalb eines konkreten Zeitraums anfallen. In Branchenkreisen werden diese Preise häufig auch Rates, und das Einholen solcher Frachtraten „Get Rates“ genannt. Andere Personen verwenden den Begriff „Get Rates“ allerdings auch für das Einholen von Preisen für einzelne Transporte, was zu Missverständnissen führen kann. So umfassen einige Tools für das Management von Frachtraten leider nicht die Verwaltung einzelner Transporte. Tools zum Management von Tagespreisen beinhalten häufig wiederum nicht die Verwaltung von Frachtraten.

Tagespreise flexibler gegenüber Frachtraten und Frachtbörsen

Fragen Unternehmen ihre Transporte einzeln bei Logistikpartnern an, so erzielen sie meist den für diesen Zeitraum optimalen Transportpreis. Allerdings können die Transportpreise schwanken, je nachdem wie groß die Frachtkapazität auf Containerschiffen und Flugzeugen ist. Greift ein Unternehmen dabei auf einen festen Stamm an Dienstleistern zurück so ist auch eine hohe Qualität der Transporte gesichert, und es gibt keine operativen Probleme. Vergeben Unternehmen ihr gesamtes Transportvolumen für einen bestimmten Zeitraum zu festen Frachtraten an einen Spediteur, so stehen damit auch die gesamten Transportkosten für diesen Zeitraum fest. Welche Variante für ein Unternehmen niedrigere Transportkosten bedeutet, lässt sich damit erst nach einem gewissen Zeitraum final beantworten. Frachtenbörsen hingegen legen den Fokus auf günstige Transporte und weniger auf die Transportqualität. Gerade wenn man indirekte Kosten durch mögliche Probleme in der Transportabwicklung einbezieht, ist ihr Kostenvorteil mehr als fraglich. In jedem Fall sind durch ihren Einsatz Transportkosten und Transportqualität deutlich weniger einfach zu berechnen, als bei der Zusammenarbeit mit festen Spediteuren.

Transport Management Software in der Cloud einfach und effizient

Moderne Transport Management Software hilft Unternehmen also das eigene Frachtmanagement einfach und effizient zu digitalisieren. Transportanfragen, Transportangebote und Frachtaufträge werden übersichtlich aufbereitet. Transportpreise werden transparenter und Unternehmen können sich auf die Frachtabwicklung und die Zusammenarbeit mit ihren Logistikdienstleistern konzentrieren, ohne nebenbei noch manuell Daten aus Emails, PDFs oder Excel-Dokumenten aufbereiten zu müssen.

Weitere Artikel